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24. März 2010
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„Comment”
von Author am 23. März 2010, 08:23 Uhr

„Bli Bla Blu Bla Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu Bli Bla Blu. Cool Page. Cool Blog.”
von Lukas am 01. März 2010, 10:45 Uhr

Warum private Websites out sind..
22. März 2010

Im Jahr 2003 erblickte meine erste Website das Licht der Welt. Ich habe nicht mehr viele Erinnerungen an sie. Sie war bunt und nicht sehr informativ - aber: sie war beliebt. Warum? Weil sie erste Ansätze eines sozialen Netzwerks enthielt. Die Seite „Über mich“ listete stichpunktartig Informationen über Hobbys, Geburtsdaten, etc. Ein Spielplatz für jeden Datensammler. Die Erlebnisse einer Woche verarbeitete ich in Bildern samt knackigen Untertiteln. Jeder Besucher konnte seine mehr oder weniger hilfreichen Kommentare in einem Gästebuch veröffentlichen. Nicht nur der Besucherzähler machte mir deutlich, dass dieses „Konzept“ aufging. Die Fragen nach neuen Bildern häuften sich von Monat zu Monat. Der Aufwand die Fotos zu skalieren, komprimieren, hochzuladen und einzubinden war hoch und nach etwa einem halben Jahr so demotivierend, dass neue Bilder immer seltener wurden. Obsoleszenz – das Ende einer jeden Website. Es war ein schleichender Abschied.

Für jeden Website-Interessenten, dessen IT Kenntnisse nicht über das Öffnen eines Browsers hinausgingen (im Folgenden Tim genannt), gab es Generatoren, die den HTML Code automatisch erzeugten. So konnte Tim seinen Hintergrund Wasabi-Grün, Pavian-Pink oder Eichen-Braun färben und als Premium Kunde zusätzlich entscheiden, ob die Kanten seiner Buttons rund oder eckig sind. Die Resultate waren qualitativ suboptimal. Für Leute wie Tim blieb das Gelbe vom Ei also weiß.

Tim und ich hatten das gleiche Ziel: Über das Internet Inhalt darstellen und in unserer Zielgruppe verbreiten.

Die derzeit einfachste Lösung dafür heißt soziales Netzwerk. Die Kerninhalte von früher und heute sind gleich. Nur die Namen haben sich geändert. „Über mich“ heißt jetzt Profil und besitzt vorgegebene Felder, damit auch die 12 jährige Cindy Inhalt erzeugen kann. Bilder werden in einem Fotoalbum gespeichert und können kommentiert werden. Das Gästebuch wurde mit der Zeit zu einer Shoutbox und nennt sich nun Pinnwand. Diese drei Komponenten bilden auch hier das Grundgerüst und werden von Applikationen, Gruschlern, Anstubsern, usw. aufgehübscht.

Die Nutzer profitieren dabei von einem einheitlichen Layout an zentraler Stelle. Hinterlässt Tim eine Nachricht an meiner Pinnwand, kann ich mit einem Klick seine Profilinformationen aufrufen, ohne das Netzwerk zu verlassen. Dort habe ich unter anderem Einsicht auf seine Freunde. Vielleicht kennt er auch einige meiner Bekanntschaften.

Ein absoluter Vorteil gegenüber eigenen einfachen Websites ist die eingeschränkte Einsicht persönlicher Daten durch Personen außerhalb der Zielgruppe. Nicht-Freunde und ausgewählte Freundeslisten dürfen nicht sehen, dass mir Tim zum Geburtstag gratuliert hat und Simone ganz verrückt nach mir ist.

Und so kann man die Liste der befürwortenden Argumente sicher noch weiter fortfahren. Auf Vollständigkeit verzichte ich hier aber.

Einzig beim einheitlichen Layout bin ich mir nicht im Klaren, ob ich es als Vorteil oder Nachteil werten soll. Soziale Netzwerke schützen uns sicher vor olivgrüner Schrift auf tannengrünem Hintergrund. Aber sie verbergen uns auch die „da Vincis“, „Hundertwasser“ und „Picassos“ des Webdesigns. Die jugendliche Motivation sich über eigene Websites zu präsentieren wird durch Social Networking gebremst. Einige Talente bleiben in Zukunft sicher im Dunkeln, da keine Notwendigkeit besteht, sich an HTML, CSS oder PHP heran zutrauen. Oder wäre Tim heute Architekt, wenn er früher ein Baumhaus aus dem Baumarkt gekauft hätte, anstatt es selbst zu bauen?